Challenge Fuerteventura – Ein perfekter Tag :)

Da ich noch nie auf Fuerteventura war,, flogen wir schon ein paar Tage früher hin, damit ich noch einmal die Radstrecke abfahren konnte. 20150422_143550_019Dies gab bei dem anspruchsvollen Kurs aufgrund der Berge und vor allem dem Wind, ein beruhigendes Gefühl für den Wettkampf. Die Strecke ist genial und ich war voller Vorfreude auf den Wettkampf.

Es gab zwei Dinge, die ich erstmals bei einem Wettkampf ausprobieren sollte. Dies war zu einem ein Wattmesssystem und zum anderen wurde mir von meinem Trainer aufgetragen regelmäßig zu essen, was ich nämlich bei allen meinen vorangegangenen Wettkämpfen vernachlässigt habe. Als ich am Tag vor dem Wettkampf also meine Riegel, Gels und Getränke bereit legte, so wie es mein Trainer nach meinem Umsatz berechnet hatte, dachte ich mir noch „Man o man, das wird der erste Wettkampf bei dem ich zu nehme“ ;)!

Am Wettkampfmorgen erfolgte der Start der Pro Männer pünktlich um 8:00 Uhr, wir Age Group Frauen starteten gemeinsam mit den Pro Frauen 2 Minuten später. Nach ca 200 Metern waren die Pro Frauen und eine Age Grouperin weg, dann ein großes Loch und dann ich! Nervös schaute ich mich um, ob ich auch auf dem richtigen Kurs bin, das kann doch nicht sein, dass ich kleine Muschel an der Spitze des Age Group Feldes schwimme …*verwirrt*! Nach einiger Zeit kamen die schnellen Männer von hinten, ahh, ich bin wohl auf dem richtigen Weg und es gab mir kurzzeitig, leider wirklich nur sehr kurzzeitig ;), Wasserschatten. Nach den zwei Runden mit zwischenzeitlichem Landgang und immer noch vorne kam ich aus dem Wasser. Der Weg zur Wechselzone ist ganz schön lang, was mir aber meist entgegen kommt, kann ich doch laufen ein wenig besser als schwimmen ;). So schaffte ich es auch die einzige vor mir mit den Pros aus dem Wasser gekommende Age Grouperin zu überholen und stieg als erste aufs Rad.

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© Miguel A. Jaén-Fotografía

Verwirrt war ich immer noch und dachte mir, hier muss man ja auch eher Rad fahren und laufen als schwimmen können, also wird es nicht lange dauern bis sie angerauscht kommen :-D! Dies geschah dann auch bei km 20, als die erste kam, aber ich blieb ganz ruhig, fuhr weiterhin nach meiner Wattvorgabe und ließ sie ziehen. Also alles gut, bis zu dem Zeitpunkt an dem mein Garmin kurzzeitig nichts mehr anzeigte, sich nach ein paar Metern aber wieder fing, das passierte nochmal und dann, ja dann hing er sich nach 90 Minuten ganz auf, nichts ging mir. Aach dachte ich mir, kein Problem, ich bin ja nicht abhängig von dem Teil, alle anderen Wettkämpfe zuvor habe ich ja auch ohne geschafft, ertappte mich aber gleichzeitig dabei wie ich krampfhaft versuchte das Ding durch Drücken aller Knöpfe gleichzeitig zu reseten. Erfolgslos. Nach ein paar weiteren Versuchen und Schlangenlinien gab ich auf, „Nein, nein ich bin nicht abhängig von diesem Gerät ;)“!  Ich versuchte also so weiter zu fahren wie bisher. Ok hin und wieder guckte ich dann doch noch mal drauf (also nur mal so, rein aus Interesse ;)) ob er sich evtl von alleine wieder gefangen hat, aber nein das hatte er nicht! Die Strecke ging so schnell vorbei, es machte Spaß und irgendwie überholte mich auch keine weitere Age Grouperin. Im Gegenteil bei km 85 schloss ich wieder auf die Athletin auf, die mich zu Beginn überholt hatte. Yipieh, es läuft, alles richtig gemacht ;)! Auf dem letzten Kilometer gab sie dann nochmal ordentlich Gas und schoss wie eine Irre in die Wechselzone, auch davon habe ich mich nicht beirren lassen.

Ach ja mein Picknickkorb … also er war nicht ganz leer, als ich in die Wechselzone kam, aber doch schon sehr übersichtlich, fand ich ;)! Jedenfalls deutlich leerer als bei meinen vergangenen Rennen. Also gar nicht so schlecht für den Anfang!

Nun ging es auf der Laufstrecke weiter mit dem lustigen Höhenmeter sammeln. Auch hier legte meine „Gegnerin“ ein ordentliches Tempo vor und ich beschloss wiederum auf meinen Trainer zu hören und die ersten 3 Kilometer den Berg hoch erstmal „locker“ anzugehen. 20150425_131315_008Ob sie sich die letzten Kilometer auf der Radstrecke ausgeruht hat um dann noch so einen Lauf hinten drauf zu legen? Na ja egal, ich machte mein Ding. Ab Kilometer 9 kam sie aber schon wieder immer näher und bei km 11 musste sie am Verpflegungsstand gehen, ein paar Meter weiter überholte ich sie und merkte dass sie nicht folgen konnte. Ich baute meinen Vorsprung auf 4 Minuten aus und lief so als schnellste Amateurin und Gesamt neunte Frau ins Ziel. *Happy*

Was ein toller Start in die Saison, ich hoffe sehr, dass sie weiterhin so gut für mich laufen wird :)!

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3 Antworten auf „Challenge Fuerteventura – Ein perfekter Tag :)

  1. Beim Bild auf der Mauer sieht es aus, als ob Du einen blauen und einen weissen Schuh anhast 🙂
    Glückwunsch zum tollen Rennen

  2. Liebe Rebecca,
    herzlichen Glückwunsch 🙂
    Ist doch gut, das du auch ohne die Technik klar kommst und trotzdem dein Rennen machen konntest.
    Toller Bericht!
    Liebe Grüße
    Helge

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