70.3 Pays D’Aix – schnellste Amateurin, 9. Platz Overall

In den Tagen vor dem Wettkampf standen ein wenig laufen, Rad fahren und Schwimmen auf dem Trainingsplan. Die Radstrecke war ein Traum, sicherlich eine der schönsten 70.3 Strecken.

13123024_1345837482110246_2311154115460376401_oAber ich bekam auch schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Wind zu spüren. Der war ordentlich und sollte am Sonntag nochmal ordentlich zu legen. Beim Sprung in den See bekam ich allerdings einen Schock … einen Kälteschock! Himmel war der kalt!!! Anstatt meines Swim Suits (hätte ja Neo Verbot geben können ;)) hätte ich mal besser Neopren- Kappe und -Socken einpacken sollen! Aus den vorgegebenen 45 Minuten machte ich 25 und die zwei weiteren von meinem Trainer eingeplanten Seeeinheiten strich ich ebenfalls.

Die vorhergesagte Außentemperatur für den Wettkampfmorgen war 7 Grad. Und dabei in den kalten See?? In der Nacht vor dem Wettkampf schlief nicht so richtig gut, ständig überlegte ich, was ich denn alles anziehe und stand immer wieder auf um noch ein weiteres Kleidungsstück aus meinem Koffer zu ziehen und zu meinen Sachen legte, die ich am Morgen mit zum Start nehmen wollte. Das ging quasi so lange bis der Koffer leer war. Zum Glück vergaß ich die Hälfte, sonst hätte ich wahrscheinlich ausgesehen wie ein Michelin Männchen und mich wohl auch nicht radelnd oder laufend fortbewegen können ;)!

Mit einem komischen Gefühl fuhren wir zum Start. Irgendwie war ich nicht so sicher was heute so passieren wird. Marco hatte mir erklärt, dass es laut der Regeln nur eine einzige Möglichkeit gibt : Schwimmabsage. Hmm und wenn nicht, starte ich dann oder nicht, ich war mir nicht sicher. Als wir am See ankamen, erfuhren wir aber direkt, dass Marco Recht behalten würde und es heute nur ein Bike & Run geben wird. Dadurch verschob sich der Start um fast eine Stunde. Ich machte zügig mein Rad fertig und dann verzogen wir uns schnell wieder ins warme Auto auf dem Parkplatz, es war kalt und der Wind noch viel kälter. So machten es alle anderen auch. Die Jungs neben uns (zu fünft in einer mini Blechschüssel) drehten die Heizung sogar offenbar auf Hawaii Temperaturen, jedenfalls zogen sie eine Klamotte nach der anderen aus. Hoffentlich haben sie keinen Kälteschock bekommen als sie ausstiegen. Leider konnte ich es nicht bis zum Ende verfolgen, da mein Start früher war.

Dieser funktionierte reibungslos (der Veranstalter hatte sich offenbar nicht erst am Wettkampfmorgen Gedanken darum gemacht ;))! Alle paar 13122871_1345837568776904_6755301094599622882_oSekunden wurden 4 Leute auf die Radstrecke geschickt. Auch das Windschattenfahren, zumindest in meinem Umfeld, konnte so ganz gut verhindert werden. Meine Beine fühlten sich gut an und am liebsten wäre ich gleich mit den schnellen mit gefahren. Zum Glück setzte die Vernunft schnell genug ein und ich bremste mich, da ich mich schon an der von meinem Trainer vorgegebenen oberen Wattgrenze befand. Dies zahlte sich am Ende der Radstrecke aus, wo ich dann offenbar doch noch ein paar Körner mehr hatte. Insbesondere wo der Wind nochmal richtig aufdrehte und man in den sehr windanfälligen Teil der Strecke kam. Während andere das nicht so lustig fanden und sich kaum auf der Straße halten konnten, fand ich es super. Ein bisschen im Wind „surfen“ hat ja auch was ;)! Neben dem Schwimmausfall war auch das sicherlich ein kleiner Vorteil für mich :)!

Guter Dinge kam ich also in die Wechselzone. Durch den Rolling Start hat man ja leider keine Ahnung mehr auf welchem Platz man sich gerade befindet. Als ich aber schon in der ersten Laufrunde ein paar Profis einsammeln konnte, die ca 10 Minuten vor uns gestartet sind, bekam ich schon 13147308_1345837558776905_4300517652418161651_omal das beruhigende Gefühl, dass das Rad fahren nicht so schlecht gewesen sein kann. Die erste von drei Laufrunden fühlte sich auch noch gut an. Aber die Strecke hat es echt in sich, nur rauf und runter aber ordentlich (am Ende hatte ich 210 HM auf Uhr). Das merkte ich dann auch irgendwann in den Beinen und  die letzten Kilometer ließen sich nicht mehr ganz so flüssig laufen. Dementsprechend war ich dann auch ganz froh als ich zur Finishline abbiegen konnte und noch glücklicher war ich als Marco mir sagte, dass ich schnellste Amateurin und neunte Frau Overall geworden bin! HURRA!!!

Schade, dass wir nicht schwimmen konnten, aber der nächste Triathlon kommt ganz bestimmt :)!

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